Dienstag, 3. November 2015

Quittengelb

Als wir vor fünf Jahren zwei Quittenbäumchen auf unsere Obstwiese pflanzten, hatte ich keine Ahnung, wie die Früchte schmecken. Aber schon im ersten Jahr konnten wir zwei Quitten ernten. Und die waren richtig lecker. In diesem Jahr gab es endlich eine ordentliche Ernte. Zwei Körbe voller Quitten wollten verarbeitet werden. 




Und so habe ich Quittenkuchen gebacken, Quittenkompott und Quittenmarmelade gekocht und Quittenbrot gemacht. Und ich weiß jetzt auch, warum diese so herrlich duftenden und wohlschmeckenden Früchte etwas aus der Mode geraten sind. Sie lassen sich nämlich nicht so leicht verarbeiten. Sie sind steinhart und deshalb schwer zu zerschneiden. Roh kann man sie nicht essen und lange lagern kann man sie auch nicht. 



Aber das, was sich aus den gelben Früchten machen lässt, ist den Aufwand durchaus wert. 






Das Quittenbrot (im Glas vorne links) ist eine Art Konfekt, so ähnlich wie Gummibärchen. Warum es Brot heißt, weiß ich nicht. Im Grunde ist es eine sehr feste Marmelade, die auf ein Blech gestrichen mehrere Tage trocknen muss und dann in Stücke geschnitten wird. Lecker!

Für Kuchen und Kompott habe ich die Früchte geschält. Die Schalen und die Kerngehäuse schwimmen nun in großen Einmachgläsern in reichlich Wodka. So müssen sie nun ein Jahr lang ruhen, dann wird der Alkohol mit Zucker und Wasser zu einem leckeren Likör verfeinert. Der muss dann auch noch mal ein paar Monate stehen, nichts für Ungeduldige also.

So ein Quittenbaum im Garten ist eine tolle Sache. Im Frühjahr schmückt er sich mit großen Blüten und jetzt im Herbst mit quitschgelben Blättern.



Und dieses fröhliche Quittengelb findet sich gerade ganz oft im Garten.




Amberbaum, Pfirsichbaum und Gingkobaum leuchten mit der Sonne um die Wette.


Ich wünsche euch eine sonnige Woche.

Liebe Grüße
Heike

Kommentare:

  1. Hier kann man ja in Gold baden, wie außergewöhnlich, liebe Heike.
    Und es wird dir niemand stehlen, du kannst dich sicher fühlen, wie beruhigend.
    QiuttenSPECK, hihi, habe ich als Kind zu Weihnachten gegessen. Oh, wie fein... und die Kernchen zu Ketten aufgezogen: wie konnte ich sooo viel Geduld aufbringen. Ja, die Axt war ein treuer Begleiter im Kampf gegen Quittenmassen, bis meine Mutter eines Tages aufstand und verkündete: DER BAUM MUSS WEG :-)
    Liebe Grüße,
    Angelika

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    1. Die Bezeichnung "Speck" hab ich noch nie gehört. Es trifft es aber besser als "Brot" finde ich. Deine Mutter kann ich verstehen. Mehr als 2 Körbe hätte ich nicht geschafft. Und ich frage mich, ob es gut war, dass wir im Frühjahr einen dritten Baum gepflanzt haben. lg Heike

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